Bestäubungsdienstleistung

Landwirt und Imker stehen seit eh und je in engem Kontakt. Früher gab es in jedem Dorf und somit in direkter Nähe zu den landwirtschaftlichen Kulturen Imker, die mit ihren Bienen für eine ausreichende Bestäubung sorgten.
Heute hat sich der gewerbliche Obst- und Gemüsebau gewandelt. Die Kulturflächen sind gewachsen und gleichzeitig aber wird eine unzureichende Bestäuberdichte registriert.

Als Imkerei mit zertifiziertem Bestäubungsimker beraten wir Landwirte und Obstbauern auf Augenhöhe. Eine Vielzahl an Kulturen benötigt heute eine auf die Bedürfnisse der Erzeuger angepasste Bestäubung. Die Freilandbestäubung von Pflaume oder Apfel unterliegt anderen Vorraussetzungen in Bezug auf Besatzdichte mit Honigbienen oder Mauerbienen wie beispielsweise die Bestäubung in geschützen Kulturen wie Kirsche, Erdbeere oder Tomaten

Neben der Auswahl der richtigen Völkermenge und einem sinnvollen Aufstellungsplan überlegen wir gemeinsam mit unseren Kunden, welche Bestäuberinsekten den gewünschten Fruchtansatz gewährleisten und wann der richtige Zeitpunkt zur Aufstellung gegeben ist.

Welche Insekten setzen wir ein?

Als erste Wahl setzen wir natürlich Honigbienen ein. Die Völker haben eine „schlagkräftige Mannschaft“. Bei schwierigen Wetterverhältnissen reichen bei der Bestäubung von Obstkulturen und der richtigen Völkermenge bereits wenige Stunden Flugzeit aus, um die Vorraussetzungen für einen Vollertrag zu schaffen.
Ebenfalls, zur Ergänzung und als „Backup“ bestäuben wir zusätzlich und auf Wunsch mit Mauerbienen. Die gereinigten und von Fachpersonal gepflegten Kokons werden wenige Tage vor der Blüte in den Kulturen ausgebracht.
In gewissen Kulturen wie beispielsweise der Tomate setzen wir vorranig auf Hummelvölker. Hummeln verfügen über die Eigenschaft des Bee – Buzzing. Sie versetzen die Blüte in Vibrationen und lösen so effektiv den Pollen der Blüte.

Bestäubung und Honig?
Ein klares NEIN! Die Bestäubungsimkerei setzt als Dienstleister nicht auf die Honigproduktion. Bis auf wenige Ausnahmen tragen die Honigbienen auch keinen Nektar ein. Ein gutes Beispiel stellt hier die Bestäubung der Erdbeere dar. Erdbeeren stellen zwar Pollen bereit, sondern aber nahezu keinen Nektar ab. Hier müssen die Imker unter Umständen sogar ihre Bienenvölker zufüttern.

Warum eine Bestäubungsimkerei?

Machen sie doch einmal selber den Test: Stellen sie folgende Fragen einem „normalem“ Imker:
Was ist der Unterschied zwischen Bestäubung und Befruchtung?
Wieviel Fruchtansatz benötige ich für einen rechnerischen Vollertrag im Apfel, und wieviele Völker brauche ich dafür?
Wie werden die Bienenvölker in einer geschützen Kultur verteilt?
Wie lange verbleiben die Völker in ´einer geschützen Kultur?
Wie steigere ich die Bestäubung in einer Kürbiskultur?

Anhand dieser Beispiele werden sie bereits jetzt feststellen, dass eine professionelle Bestäubung mehr ist, als einfach nur Bienen zu halten.

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